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Wie Betrügerfreundliche
Urteile entstehen -
das Henghuber - Räder Modell |
Gerichtsurteile sind
das wesentliche Argument der Trickform Betrüger. Ihre Inkasso
Methoden würden sonst nicht funktionieren.
Einschüchterung
der hereingelegten "Kunden" funktioniert erst richtig mit überzeugenden
Gerichtsurteilen ! Die Mahnbriefe sprechen eine deutliche
Sprache - die Opfer sollen von der Aussichtslosiogkeit einer gerichtlichen
Gegenwehr überzeugt
werden.
Prozesse manipulieren
? Nein, das geht bei uns Gottseidank nicht - aber wie
könnte
man passende Urteile möglichst risikofrei "herstellen" ?
Man muss die Umstände kontrollieren, so dass am Ende ein
"betrügerfreundliches"
Urteil herausschaut. Ja und damit kann man dann hausieren gehen. |
| Das Henghuber - Räder Modell: Gewonnene Amtsgerichtsurteile
in Mengen |
Henghuber
und Räder benutzten das gleiche Formblatt. Allerdings mit einem feinen
Unterschied:
Die von Herrn Räder verschickten Formulare verlangten im kleingedruckten
Fließtext nur DM 440,00 für einen Adresseneintrag --- während
die Henghuber Formulare mit 845,00 Euro zuschlugen. Bei einer Laufzeit
von 2 Jahren waren das satte 1.700,00 Euro.
Der geringe Streitwert der
Räder Trickformulare hatte wichtige Konsequenzen:
1. es fand sich kaum ein kompetenter Anwalt, der sich bei so einem geringen
Streitwert an die undankbare Arbeit machen würde - also mussten
sich die Betroffenen selber verteidigen - was gegen die ausgebufften Formaljuristen
der Online Verlage hoffnungslos war.
2. Amtsgerichtsurteile mit
so einem geringen Streitwert sind nicht berufungsfähig - wer also
unterlag und feststellte, er hätte sich doch besser einen kompetenten
Anwalt nehmen sollen, kam nun zu spät.
3. Amtsgerichtsurteile
werden nicht in Fachzeitschriften dokumentiert - es gibt also kaum eine
Chance, herauszufinden, ob es auch Urteile gibt, in denen Betroffene gewonnen
haben. Wer also von den gewonnenen Urteilen weiß, der besitzt das
Informationsmonopol. |
Folgerichtig ging Herr Räder hin und klagte
massenweise auf Zahlung - verlorene Prozesse kümmerten ihn nicht - die
gewonnenen waren wichtig.
Und die gewonnenen Prozesse nahm nun der Herr Henghuber und bestückte
damit seine Mahnschreiben. Jetzt erst konnte richtig dick abkassiert werden...
Henghuber
selber hat bei dem hohen Streitwert seiner Trickformulare nie auf Zahlung
geklagt - das war wohl zu riskant - und Urteile zum Einschüchtern
gab es ja dank Räder genug... Schon diese Tatsache macht oben beschriebene
Vermutung äußerst wirklichkeitsnah. |
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| Wie
die Spekulation auf schlechte Rechteverteidigung funktioniert |
Säumnisurteil
oder schlechte Selbstverteidigung
Auch so lassen sich eine Menge Urteile
sammeln, die dann zur Erpressung weiter verwendet werden können. Man
sucht sich einfach Betroffene, die den Kopf in den Sand stecken. Die
auf nichts reagieren. Dann ein Mahnbescheid. Entweder führt das zu
einem Säumnisurteil oder der Betroffene verteidigt sich selber. Er
hat natürlich keine Chance gegen die hochdotierten Anwälte der Betrüger
. ... |
Schlechte
Rechteverteidigung - Schlechter Anwalt
Die Materie ist kompliziert - da braucht man einen Anwalt, der die Zeit
und die Lust hat, sich einzuarbeiten. Die Inkasso Anwälte der Betrüger
haben sich auf dieses Thema spezialisiert - die kennen sich bestens aus.
Aber
der
Anwalt, den der Betroffene aufsucht nicht. Wenn der nicht genug investiert
- Zeit ist Geld - dann hat er keine Chance. Und bei dem geringen Streitwert
lohnt sich die Arbeit nicht. ....
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