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Construct Data GmbH - Inkassomethoden des Dr. Fritz -  Argumente

Die Inkassomethoden des Dr. Augustin Fritz + Gravis Inkasso

Dr. Augustin Fritz (mehr Info >>>) ist seit langem Vorsitzender des Aufsichtsrats der Construct Data ( Okt. 2005) - geb. 14. 12. 1940, Kinderspitalgasse 3 / 7 - 1090 Wien. Dass er als scheinbar unabhängiger Inkasso Anwalt auftritt, ist schon sehr ungewöhnlich. Anwälte sind ja als Organe der Rechtspflege zu einer rechtlichen Ehrenhaftigkeit verpflichtet. Man sollte eine entsprechende Anzeige bei der Anwaltskammer machen.

Februar 2004 Construct Data versucht neuerdings über  ein schweizerisches Inkassobüro (Premium Recovery AG aus Cham/Zug) Geld einzutreiben - Mehr Infos dazu hier Daneben war ein "Rechtskonsulent" namens Dr. Augustin Fritz als Briefeschreiber tätig (z. B. 2003) - und da sich die juristischen Argumente nicht geändert haben gibt es hier eine kleine Beschreibung der Argumentation

1. Das Argument, dass nur eine kleine Minderheit einen kostenpflichtigen Eintrag bestellt hätte - die große Mehrheit also den Charakter des Formblatts erkannt hätte
(
Mehr zum juristischen Hintergrund dieser Argumentation)
Da behauptet der Herr Fritz, dass 1,6 Millionen Aussteller im Internet Messeführer verzeichnet seien  - und davon hätten mehr als 1,4 Millionen lediglich den kostenlosen Grundeintrag erbeten" ... Daraus sei zu schließen, dass die 200.000 anderen den Unterschied durchaus hätten erkennen können ... Sie seien also selber Schuld, weil sie nicht aufmerksam genug gelesen hätten und dafür müßten sie nun zahlen.
Am Ende behauptet er dann noch, dass er beweisen könne, dass eine Millionenzahl einen kostenfreien Grundeintrag erhalten hätte.

Jedenfalls - so oder so ähnlich funktioniert die Argumentation bei allen Adressbuchbetrügern. Und sie ist genauso betrügerisch wie alles andere an diesem Geschäft.

Zunächst einmal ist wahrscheinlich gelogen, dass 1,6 Millionen "Kunden" einen kostenlosen Grundeintrag "erbeten" hätten. Unterschriebene Formulare können sie dafür gar nicht haben - denn jedes unterschriebene Formular wäre ja ein Auftrag. Wie soll einer also einen kostenlosen Eintrag "erbitten" ?

In Wahrheit hat es wohl eine erhebliche Zahl von Formularen mit falschen Angaben gegeben. So etwas wird im normalen Geschäftsverkehr korrigiert und per Unterschrift oder Stempel bestätigt. Oder wenn die Angaben richtig sind, dann wird überprüft und per Unterschrift bestätigt. So ist der normale Geschäftsverkehr.
Und so ist es den sauberen Herren gelungen, europaweit Unterschriften zu erSchwindlern.
2. Die Rücktrittsfrist
Höhnisch verweist Herr Fritz dann auch noch auf die in den AGB genannte Rücktrittsfrist. Das ist natürlich ein Witz, weil den Betroffenen ja erst klar wird, dass sie geleimt wurden, wenn die Rechnung kommt. Die kommt natürlich erst, wenn die Rücktrittsfrist vorbei ist. Sehr witzig, Herr Fritz..
3. Die Gravis Inkasso - Säumnisurteil als Argument
Besonders infam - Herr Fritz hat es scheinbar in 2003 geschafft, einer Firma aus Deutschland in Österreich auf Zahlung zu veklagen, ohne dass sich die deutsche Firma dagegen gewehrt hätte. Ergebnis: ein Säumnisurteil - übersetzt auf englisch heißt das dann "Judgement by Default" - dieses Säumnisurteil wurde dann also schön ins englische übersetzt und von der Gravis Inkasso an widerspenstige Kunden verschickt. Die sollen daraus schließen, dass österreichische Gerichte das Formular also nicht für betrügerisch halten sondern auf Zahlung entscheiden... (hier das Blatt, mit dem Construct Data bzw. Gravis hausieren geht)
Send a petition to the European Parliament to protest against guide scam in English / in Italiano
Schreiben Sie eine Petition an das Europäische Parlament. Nur mit einer europaweiten Gesetzesinitiative können die Betrüger daran gehindert werden, ungeschoren aus dem Ausland zu agieren und Unterschiede in der nationalen Gesetzgebung auszunutzen. (mehr Infos)